Kategorie: Pressemitteilung

  • PRESSEMITTEILUNG | Klimaresiliente Oberrheinhäfen: Konkrete Lösungen für eine zukunftsfähige Binnenschifffahrt

    PRESSEMITTEILUNG | Klimaresiliente Oberrheinhäfen: Konkrete Lösungen für eine zukunftsfähige Binnenschifffahrt

    Abschlusskolloquium der Projekte CRANE und Clim’Ability Care

    Strasbourg, den 27.4.2026

    Gemeinsam mit der INSA Strasbourg und Trion-climate e.V. organisierte der Port de Strasbourg am 27. April 2026 das Abschlusskolloquium der Interreg‑Projekte CRANE und Clim’Ability Care, die der Klimaanpassung und Resilienz der Häfen und der Binnenschifffahrt gewidmet sind. Die Veranstaltung brachte Vertreter der Häfen, wissenschaftliche Expertinnen und Experten sowie öffentliche Akteure zusammen und vermittelte eine zentrale Botschaft:

    Die Häfen verfügen über konkrete Lösungsansätze, eine gemeinsame Anpassungsdynamik ist angestoßen, und der Rhein bleibt ein Verkehrsträger mit Zukunft.

    Das vom Port de Strasbourg koordinierte Projekt CRANE endet nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit innerhalb eines Konsortiums aus

    • sieben Upper Rhine Ports – Strasbourg, Kehl, Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen, Mulhouse und Basel,
    • französischen und deutschen Fachexperten für Klimarisiken und Resilienz – Cerema und Fraunhofer IAIS, sowie
    • assoziierten Partnern – BfG, INSA und DREAL Grand Est.

    Das Projekt verfügte über ein Gesamtbudget von 1,4 Millionen Euro, das zu 60 % durch das Interreg Programm Oberrhein, die Schweizerische Eidgenossenschaft sowie die Kantone Basel Stadt und Basel Landschaft kofinanziert wurde.

    Ziel des Projekts war es, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Hafenaktivitäten und -infrastrukturen zu analysieren und praxisnahe, unmittelbar umsetzbare Anpassungsmaßnahmen für die Häfen zu entwickeln.

    Die Analysen konzentrierten sich auf die wesentlichen klimabedingten Gefährdungen der Oberrheinhäfen: Hitzewellen, Dürreperioden, Starkniederschläge, Stürme und Hochwasser sowie auf die hydrologische Entwicklung des Rheins, mit besonderem Fokus auf Niedrigwasserperioden, die für die Binnenschifffahrt von entscheidender Bedeutung sind. Die angewandte Methodik kombiniert die Analyse vergangener Schadensereignisse mit klimatischen und hydrologischen Projektionen bis 2060 und 2100, städtischen Wärmeinseleffekten, sowie Extremereignisszenarien. Ergänzt wurde dieser Ansatz durch eine Serie von elf Workshops, an denen rund 30 Ingenieure und Techniker der Häfen beteiligt waren.

    Die Ergebnisse zeigen, dass einige kritische Infrastrukturen, etwa Energie oder Telekommunikationsnetze, eine vergleichsweise geringe Vulnerabilität aufweisen, während andere Komponenten stärker betroffen sind: Hafenbahnanlagen, Umschlagsflächen, Straßeninfrastruktur, im Freien tätiges Personal, sowie – auf übergeordneter Ebene – der Rhein selbst, dessen Befahrbarkeit vom verfügbaren Wasser abhängt.

    Auf dieser Grundlage wurden fast 500 Anpassungsmaßnahmen bewertet und nach Priorität geordnet. Zu den relevantesten zählen insbesondere die Einführung von Krisen- und Geschäftskontinuitätsplänen, eine verstärkte Instandhaltung und Investitionen in widerstandsfähigere Infrastrukturen, die Einbeziehung von Anpassungsmaßnahmen bereits in der Projektplanung, Maßnahmen zur Begrünung und Entsiegelung von Böden, den Ausbau der Schienenkapazitäten zur Erleichterung der Verkehrsverlagerung bei Niedrigwasser sowie die Koordination mit verschiedenen Partnern, von den Verwaltern des Rheins und der Schienennetze bis hin zu den lokalen Behörden.

    Das heutige Kolloquium stellte diese Ergebnisse im Rahmen eines Vormittagsprogramms zu den Projekten CRANE und Clim’Ability Care vor. Auf wissenschaftliche Beiträge von Fraunhofer IAIS und Cerema folgte eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zu Erkenntnissen, Handlungsoptionen und der Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Am Nachmittag stehen Exkursionen in die Häfen Strasbourg und Kehl auf dem Programm.

    Über den Projektabschluss hinaus verfügen die Häfen nun über konkrete Werkzeuge und sensibilisierte Mitarbeiter, um ihre Anpassungspfade aktiv umzusetzen.

    Das CRANE-Projekt ist Teil einer langjährigen Zusammenarbeit der Oberrheinhäfen, die seit über zehn Jahren unter dem Namen Upper Rhine Ports läuft. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Herausforderungen wie Wettbewerbsfähigkeit der Häfen und des multimodalen Verkehrs, Dekarbonisierung der Wirtschaft und Logistik sowie der Aufbau von Resilienz. Diese europäische Zusammenarbeit trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik des Oberrheins bei und stärkt die strukturierende Rolle der Häfen für die territoriale Entwicklung.

    Pressekontakt:

    Tel.: 03.88.21.74.13 / pas@strasbourg.port.fr

  • PRESSEMITTEILUNG | IHK stellt „Potenzialstudie Binnenhäfen Ludwigshafen und Mannheim“ vor

    Containerverkehr und Wasserstoff bieten große Chancen

    Meldung der IHK Rhein-Neckar 24. April 2026

    Die Häfen Mannheim und Ludwigshafen haben auch nach einem deutlichen Rückgang beim Umschlag fossiler Energieträger gute Zukunftsperspektiven: vor allem durch den Containerverkehr, aber auch durch den Transport alternativer Energieträger wie Wasserstoff, der Kreislaufwirtschaft sowie Groß- und Schwertransporte. Diese Wachstumsfelder der Binnenschifffahrt bieten für die beiden Häfen große Potenziale. Diese Schlussfolgerung ziehen die IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Vogel (IHK Pfalz) und Dr. Axel Nitschke (IHK Rhein-Neckar) aus der “Potenzialstudie Binnenhäfen Ludwigshafen und Mannheim”, die Planco Consulting aus Essen im Auftrag der beiden Industrie- und Handelskammern erstellt hat. Vorgestellt wurde die Studie am 24. April 2026 auf dem “Hafenforum 26” im Mannheimer Rosengarten.

    “Die Binnenhäfen sind ein zentraler Baustein der klimaneutralen Transformation der Industrie und des Güterverkehrs. Ohne sie wird die Transformation kaum gelingen”, sagte Planco-Berater Dr. Till Kösters mit Blick auf die Wachstumspotenziale. Diese positive Entwicklung ist für die Häfen indes kein Selbstläufer, mahnen die Studienautoren Kösters und Gunnar Platz. “Die Rahmenbedingungen müssen besser werden. Das gilt vor allem für die verkehrliche Anbindung”, sagte Platz und nannte als zentrale Engpässe die unzureichende Fahrrinnentiefen am Mittelrhein, überlastete Straßen und Brücken sowie Engpässe im Schienennetz. Denn die Stärke der beiden Häfen liege in ihrer Trimodalität, also der Kombination von Wasser, Schiene und Straße.

    Dabei entwickelt die IHK-Studie drei Entwicklungsszenarien. Ausgehend von den Zahlen der Verkehrsprognose 2040 des Bundesministeriums für Verkehr wird für Ludwigshafen bis zum Jahr 2040 ein Wachstum der Güterverkehre von 21 Prozent gegenüber 2019 prognostiziert. In Mannheim liegt die Steigerung bei 16 Prozent. “Diese Zahlen lassen allerdings die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung in der chemischen Industrie außen vor”, ordnet Jürgen Vogel, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz, die Werte ein.

    “Die politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre haben uns eingeholt. Die Entwicklung der Energiepreise und der Lohnkosten machen der Branche ebenso zu schaffen wie überbordende Bürokratie und Regulatorik”, so Vogel. In einem Konstanz-Szenario korrigiert die Studie daher die Aussichten zu einem leichten Rückgang des wasserseitigen Umschlages, sollten sich die Rahmenbedingungen bis 2040 nicht verbessern. “Wir haben es in der Hand, dieses Szenario abzuwenden. Wir müssen durch strukturelle Reformen die Wirtschaft in Schwung bringen und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Gelingt uns das, werden wir ab 2030 wieder auf Wachstumskurs sein”. Diese Entwicklung wird in einem dritten Szenario dargestellt.” Aus heutiger Sicht scheint diese Prognose am wahrscheinlichsten”, bewertet Gunnar Platz die Aussichten. Das setze aber die genannten leistungsfähigen Rahmenbedingungen voraus.

    Auch Nutzungskonflikte um innenstadtnahe Hafenflächen alarmieren die Experten. “Die Sicherung hafenaffiner Flächen und die Stärkung der trimodalen Anbindung sind keine optionalen Maßnahmen, sondern absolute Grundvoraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Standort”, betonte Kösters. Flankierend gelte es, die gesellschaftliche Akzeptanz der Häfen als unverzichtbare Wirtschafts- und Versorgungsinfrastruktur zu stärken.

    Dr. Axel Nitschke, Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, unterstrich ausdrücklich diesen Aspekt: “Die immer wieder diskutierte Umwidmung von Hafenflächen würde die wirtschaftliche Kernfunktion der Häfen unwiederbringlich schwächen.” Hinzu kommt: Auch für ihre zentrale Rolle als Umschlagpunkt für alternative Energieträger würden Hafenflächen zwingend weiterhin benötigt und dürfen deswegen nicht umgewidmet werden. “Für die Transformation in Richtung Klimaneutralität brauchen wir die Häfen. Aus Sicht des Klimaschutzes sind Häfen ganz wichtige Eckpfeiler”, sagte Nitschke.

    Der Hauptgeschäftsführer griff auch das in der Studie beschriebene Wachstumspotenzial beim Containerumschlag auf. “Die zusätzlich transportierte Wertschöpfung im Zusammenhang mit dem Containertransport dürfte deutlich höher sein als der Rückgang durch den geringeren Transport fossiler Energieträger wie Steinkohle.” Ob diese Rechnung aufgehe, sei allerdings stark abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, vor allem in der Industrie.

    Aus Sicht der regionalen Wirtschaft würde ein größerer Anteil der Containertransporte die Bedeutung der beiden Binnenhäfen fundamental verändern: Bislang erreichen vor allem Rohstoffe und Vorprodukte über die Häfen die Industriebetriebe. “Zukünftig werden überwiegend fertige Produkte und weiterverarbeitete Vorprodukte nach Europa und in die ganze Welt gehen, aber auch in umgekehrter Richtung unsere Region aus der ganzen Welt erreichen“, so Nitschke. “Die regionale Wirtschaft wird dadurch in ganz anderer Weise als bislang in die internationale Arbeitsteilung eingebunden.“

    “Alle diese Güter, die auf dem Wasserweg transportiert werden, entlasten die überlasteten Verkehrsträger Schiene und Straße”, sagte der Hauptgeschäftsführer mit Blick auf den Befund, dass in der Region der Anteil des Lkw-Verkehrs im Vergleich zu anderen Regionen unterdurchschnittlich ausfällt.

    Zahlen, Daten, Fakten zu den Häfen Mannheim und Ludwigshafen

    • 11,3 Millionen Tonnen Wasserseitiger Güterumschlag (MA: 5,8; LU: 5,5)
    • 1,4 Millionen Tonnen Wasserseitiger Containerumschlag
    • 330 umgeschlagene Container pro Tag
    • 1.280 Hektar Hafengebiet (MA: 1.130; LU: 150)
    • 395 Kilometer Bahngleise auf Hafengebiet (MA: 150; LU + BASF: 245)
    • 33.500 Hafenabhängig Beschäftigte

    Quellen: Hafen Mannheim, Hafen Ludwigshafen, Planco Consulting

    Lesen Sie mehr zur IHK-Potenzialstudie Binnenhäfen Ludwigshafen und Mannheim!

  • PRESSEMITTEILUNG | Umzug der Verwaltung

    Ludwigshafen, 18. April 2026

    Häfen Rheinland-Pfalz GmbH verlegt Verwaltungssitz

    Die Häfen Rheinland-Pfalz GmbH verlegt nach rund 60 Jahren den Standort ihrer Verwaltung in das hafeneigene Gebäude an der Rheinpromenade 12 in Ludwigshafen und vollzieht damit einen weiteren Schritt in ihrer strukturellen und organisatorischen Weiterentwicklung. „Mit den neuen Büroflächen bieten wir unseren Mitarbeitern ein moderneres und effizienter nutzbares Umfeld und steigern damit unsere Attraktivität als Arbeitgeber,“ sagt Geschäftsführer Alexander Voigt.

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  • PRESSEMITTEILUNG | Geschäftsjahr 2025

    Ludwigshafen / Mannheim, 18. Februar 2026

    Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim verzeichnen einen wasserseitigen Güterumschlag im Jahre 2025 von insgesamt 11,8 Millionen Tonnen

    Binnenschiffe entlasten den Straßenverkehr um rund 3.300 LKW am Tag

    Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim blicken auf ein etwas besseres Geschäftsjahr 2025 zurück: insgesamt wurden 11.828.997 Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen, davon 5,7 Millionen Tonnen Güter in Ludwigshafen und 6,1 Millionen Tonnen in Mannheim. Auf den wasserseitigen Containerumschlag entfielen insgesamt 1.410.608 Tonnen; davon 710.111 Tonnen in Ludwigshafen und 700.497 Tonnen in Mannheim.

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  • Die Häfen Rheinland-Pfalz sind neues Mitglied im Förderverein EcoPort813

    Die Häfen Rheinland-Pfalz GmbH mit Standorten in Ludwigshafen, Wörth und Lahnstein ist dem EcoPort813 Förderverein Wasserstoff und nachhaltige Energie e.V. beigetreten. Als Betreiber trimodal angebundener Häfen mit Schwerpunkt in der Metropolregion Rhein-Neckar, eine der führenden Logistikregionen Deutschlands, hat sich die Häfen Rheinland-Pfalz GmbH der Nachhaltigkeit und der Transformation in Richtung erneuerbarer Energien, wie insbesondere Wasserstoff, verschrieben.

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  • PRESSEMITTEILUNG | Geschäftsjahr 2024

    Ludwigshafen / Mannheim, 21.Februar 2025

    Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim verzeichnen einen wasserseitigen Güterumschlag im Jahre 2024 von insgesamt 11,3 Millionen Tonnen

    Binnenschiffe entlasten den Straßenverkehr um rund 3.100 LKW am Tag

    Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim blicken auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2024 zurück: insgesamt wurden 11.281.601 Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen, davon 5,5 Millionen Tonnen Güter in Ludwigshafen und 5,8 Millionen Tonnen in Mannheim. Auf den wasserseitigen Containerumschlag entfielen insgesamt 1.425.271 Tonnen; davon 735.269 Tonnen in Ludwigshafen und 732.386 Tonnen in Mannheim.

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