Ludwigshafen / Mannheim, 18. Februar 2026
Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim verzeichnen einen wasserseitigen Güterumschlag im Jahre 2025 von insgesamt 11,8 Millionen Tonnen
Binnenschiffe entlasten den Straßenverkehr um rund 3.300 LKW am Tag
Die Häfen Ludwigshafen und Mannheim blicken auf ein etwas besseres Geschäftsjahr 2025 zurück: insgesamt wurden 11.828.997 Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen, davon 5,7 Millionen Tonnen Güter in Ludwigshafen und 6,1 Millionen Tonnen in Mannheim. Auf den wasserseitigen Containerumschlag entfielen insgesamt 1.410.608 Tonnen; davon 710.111 Tonnen in Ludwigshafen und 700.497 Tonnen in Mannheim.
„Mit einem Gesamtumschlag von über 6 Millionen Tonnen und einem positiven Zuwachs von 5,12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schließt das Jahr 2025 für den Staatlichen Hafen in Mannheim mit einem erfreulichen Ergebnis ab. Die Binnenhäfen stehen aber für mehr als nur für hohe Transportmengen. Die große wirtschaftliche Bedeutung der Häfen liegt in ihrem Anteil an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen bei ihren Kunden und der verladenden Wirtschaft. Die Häfen tragen zur sicheren Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Gütern und Energie bei.“ sagte am Montag, den 16.02.2026, der Direktor des Hafens Mannheim Uwe Köhn.
Der wasserseitige Güterumschlag im Ludwigshafener Hafen stieg um 249.765 Tonnen von 5.473.675 Tonnen auf 5.723.440 Tonnen Güter (+ 4,56 Prozent). Der wasserseitige Güterumschlag in den Mannheimer Häfen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 297.631 Tonnen (+ 5,12 Prozent) von 5.807.926 Tonnen auf 6.105.557 Tonnen Güter.
Die Tonnage im Containerumschlagsverkehr in Ludwigshafen sank um 25.158 Tonnen auf 710.111 Tonnen. Das 3,42 Prozent weniger als im Vorjahr. In den Mannheimer Häfen sank die Tonnage um 4,31 Prozent von 732.012 Tonnen auf 700.497 Tonnen.
In welchen Gütergruppen der Umschlag am höchsten ist, hängt stark von den ansässigen Hafenunternehmen ab und ist daher in den Häfen sehr unterschiedlich. In Ludwigshafen machen die chemischen Erzeugnisse den größten Teil des Umschlags aus, gefolgt von Erdöl, Mineralöl, Mineralöl, -erzeugnisse, Gase. Die drittgrößte Gütergruppe sind Steine und Erden. In Mannheim wird der höchste wasserseitige Umschlag im Bereich Andere Nahrungs- und Futtermittel erzielt, gefolgt von der Gütergruppe Feste mineralische Brennstoffe sowie Chemische Erzeugnisse.
In den Gütergruppen entwickelte sich der wasserseitige Güterumschlag im Vergleich zum Vorjahr im Hafen Ludwigshafen wie folgt: Die Gütergruppe Chemische Erzeugnisse verzeichnete einen Zuwachs von 17.200 Tonnen auf 2.731.386 Tonnen (+ 0,63 Prozent). Die Gütergruppe Erdöl, 1/ 2Mineralöl-, erzeugnisse, Gase stieg von 1.411.898 Tonnen auf 1.551.421 Tonnen (+ 9,88 Prozent). Die drittstärkste Gütergruppe Steine und Erden stieg um 76.026 Tonnen auf 834.251 Tonnen (+ 10,03 Prozent).
In Mannheim gab es in den Gütergruppen Feste mineralische Brennstoffe (+ 37,40 Prozent, + 433.824 Tonnen), Andere Nahrungs- und Futtermittel (+ 1,20 Prozent,19.799 Tonnen) sowie Eisen, Stahl und NE – Metalle (+0,93 Prozent, + 2.074 Tonnen) im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs. Rückläufig entwickelte sich der Umschlag insbesondere in den Gütergruppen Land-, Forstwirtschaftliche und andere Erzeugnisse, (- 11,96 Prozent, -15.787 Tonnen), Chemische Erzeugnisse (- 8,26 Prozent, – 60.378 Tonnen) und Erze und Metallabfälle (- 6,89 Prozent, – 33.108 Tonnen).
Durch den Transport der Güter mit dem Binnenschiff tragen die Häfen aktiv zur Vermeidung von LKW-Verkehren und damit zur Reduzierung von Lärm und schädlichen Abgasen bei: Insgesamt haben die Häfen die Straßen und Brücken in den Stadtgebieten um etwa 3.300 Lastkraftwagen pro Tag, bei einer durchschnittlichen Ladung von rund 10 Tonnen pro LKW, entlastet.
Im Hinblick auf die angespannte Straßeninfrastruktursituation in der Region kommt den Wasserwegen eine Schlüsselrolle zu. Alexander Voigt, Geschäftsführer der Häfen Rheinland-Pfalz GmbH, betont die Entlastungsfunktion: „Wir leiden als Hafenstandorte wie auch die gesamte Wirtschaft zwar unter der eingeschränkten Nutzbarkeit der regionalen Brücken. Doch gerade in dieser Situation ist die Funktionsfähigkeit der Häfen besonders wichtig, tragen sie doch zu einer deutlichen Entlastung der Verkehrssituation bei. Ohne die Kapazitäten der Häfen und die Verlagerung auf das Schiff und die Schiene wäre die Situation für die Wirtschaft und die Menschen in der Region noch um ein Vielfaches schwieriger.“
Die Häfen investieren auch 2026 in Erhalt und Modernisierung der Hafeninfrastrukturen, Digitalisierung und Klimaanpassung.
Für das laufende Jahr erwarten die Häfen eine moderate Stabilisierung, sofern sich die Industriekonjunktur schrittweise erholt und internationale Lieferketten weiter normalisieren. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld volatil.
Die Gesamtübersicht ist aus den beigefügten Unterlagen mit den Vergleichszahlen zu ersehen.

